Nachhaligkeit: Natur- und Denkmalschutz
Einst ein Gegensatz, heute ein Gemeinschaftsprojekt.

Bei der Sanierung historischer Bauwerke, Mauern und Bodendenkmälern wird immer mehr auf den Schutz von Fledermäusen und Amphibien geachtet. Bei Natursteinbrücken wurde erst vort einigen Jahren bekannt, dass diese z.B. Fledermäuse beherbergen können. Verkehrssicherheit und Denkmalschutz gewährleisten, auf der anderen Seite aber auch dem Artenschutz gerecht werden - dies führte und führt noch heute zu Konflikten und Problemen.
Statisch, optisch und denkmalerhaltend saniert und renoviert, war ein Gesamtbauwerk meistens für viele Tierarten verloren. Um Verschmutzungen durch z.B. Kot von Dächern, Mauern, Dachstühlen und innenliegenden Fresken fernzuhalten, wurden oftmals kurzerhand einfach Dachöffnungen verschlossen: Fledermäuse, Falken, Tauben und Eulen ging wertvolle Besiedlungsfläche verloren. Ein Artenrückgang, bis hin zur Gefahr eine Art auszurotten, war die Folge. Ein rigoroser Tierschutz wiederum gefährdete aber mancherorts den Erhalt von Denkmälern für die Nachwelt. Führte dies früher oft zu Konflikten der jeweiligen Parteien, so arbeitet man heute Hand in Hand.

Natur- UND Denkmalschutz, nicht Denkmalschutz ODER Naturschutz.
Das "Gesamtwerk" für die Nachwelt zu erhalten ist wichtig.

Diesem Motto fühlt sich auch Peter Walz Nachf. Natursteine GmbH verpflichtet. Daher arbeiten wir "überdisziplinär" mit Fachkräften der verschiedensten Stellen, die sich dem Schutz und nachhaltigen Erhalt verschrieben haben, zusammen. Vom Abbau unserer Natursteine in nahen gelegenen Steinbrüchen, über deren umweltgerechten Ver-/Bearbeitung, bis hin zur Wiederverwertung, streben wir danach, umweltfreundlich, resourcenschonend und ökonomisch zu handeln. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Gilt es doch, das Welt- und Naturerbe der zukünftigen Generationen so umfangreich wie nur möglich, zu sichern.

Wenn auch Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, engagieren oder näher informieren wollen, unterstützen die nachfolgenden Informationen Sie hoffentlich dabei.

NABU

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - wurde 1899 von der Fabrikantengattin Lina Hähnle als „Bund für Vogelschutz“ gegründet. Der Verband entwickelte sich in über 100 Jahren zu einer modernen Umweltorganisation mit heute 15 Landesverbänden und 30.000 Ehrenamtlich. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen.

2007 startete der NABU zusammen mit dem Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen das Projekt „Lebensraum Kirchturm“ - wer lebt wo in der Kirche?. Ziel der Aktion ist es, die Brutstätten für Turmfalken, Fledermäuse, Schleiereulen, Dohlen und andere Arten zu erhalten. NABU und Kirchen arbeiten gemeinsam für den Artenschutz. Der NABU setzt sich mit der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ für die Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten ein. Kirchen, die sich besonders für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Plakette ausgezeichnet.
Wie man mit einfachen Schritten Leben in den Kirchturm bringen und zum Paradies für Vögel und Fledermäuse werden lassen kann, zeigt diese Seite auf: Aktionen & Projekte: Lebensraum Kirchturm.
Dass sich kleine Hufeisennasen über die Kirchensanierung in Altenberga freuen, erfahren Sie unter Nachwuchs unterm Dach , während die Seite Freiburger Münster erhält Plakette "Lebensraum Kirchturm" , repräsentativ für viele Kirchen, eine Auszeichnungen in diesem Bereich eräütert. .

BUND

Der Bund für Natur- und Umweltschutz Deutschland wurde am 20. Juli 1975 von Horst Stern, Prof. Bernhard Grzimek, Dr. Herbert Gruhl, Enoch zu Guttenberg, Hubert Weinzierl, Hubert Weiger und 16 weitere Natur- und Umweltschützer in Marktheidenfeld gegründet. 1977 erfolgte die Umbenennung des Verbandes in Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Auszug der Präambel des Leitbildes:
„Der BUND versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Unsere Vision ist ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt. Wir orientieren die Umsetzung unserer Vision an den Leitbildern der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland".“

Ein Beispiel, wie Natur-, Arten- und Denkmalschutz harmonisch Hand in Hand arbeiten, zeigen die Seiten des Projektes " Grüner Wall im Westen - Projekt zur Erhaltung und Sicherung der Ruinen des ehemaligen Westwalls - Perlenschnur des Biotopverbundes".
Auszüge der Seite:

Entlang des ehemaligen „Westwalls“, einer zwischen 1936 und 1940 an der ehemaligen westdeutschen Reichsgrenze zwischen Kleve und Basel errichteten Befestigungslinie, existierten rund 17.000 Bunker. Ergänzt wurden diese mit Panzersperren, der sog. „Höckerlinie“. Im Laufe der Jahrzehnte siedelten sich im Bereich der Befestigungsanlagen zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten an. Die unzerstörten und teilzerstörten Bunkeranlagen haben sich im Laufe der Jahrzehnte zu wertvollen Sekundärlebensräumen u. a. für Fledermäuse und Wildkatze entwickelt und stellen in der dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft mittlerweile ein herausragendes Gerüst aus Biotopverbundelementen dar.
Neben dem naturschutzfachlichen Wert stellen die Westwallanlagen auch aus Sicht des Denkmalschutzes einen bedeutenden und historisch besonderen Bauwerkskomplex dar, mit dem eine epochale Entwicklung der jüngeren deutschen Geschichte dokumentiert wird. In den letzten Jahren spielen Aspekte der politischen Bildung und der Aufklärung zunehmend eine größere Rolle. Daher müssen Denkmalschützer und Naturschützer interdisziplinär mit Historikern, Museumsdidaktikern und Einrichtungen der politischen Bildung zusammenarbeiten.